„Aufstehen“ und #GelbWesten – Großer Zulauf und eigene Meinung

Inhalt : Hinweise auf sechs Beiträge über Aufstehen und #GelbWesten zu Stand, Inhalten und Plänen

 

„Aufstehen“ in gelben Westen – Großer Zulauf für Sammlungsbewegung:

Ludger Volmer gehört zu den Mitinitiatoren der Sammlungsbewegung „Aufstehen“. Die hat nach drei Monaten eine erste Bilanz gezogen. Im Interview mit Sputnik berichtet der ehemalige Grünen-Vorsitzende, wie sich die Bewegung entwickelt und wie die Ereignisse in Frankreich auf diese wirken.

Herr Volmer, wie sieht die Bilanz der Sammlungsbewegung „Aufstehen“ drei Monate nach dem offiziellen Start aus?

Ex-Grünen-Vorsitzender Ludger Volmer
© SPUTNIK / TILO GRÄSER
Ex-Grünen-Vorsitzender Ludger Volmer

Wir sind sehr angenehm überrascht über den Zulauf, den wir bekommen haben. Mittlerweile gibt es über 165.000 Mitstreiterinnen und Mitstreiter. Es haben sich zahlreiche lokale und regionale Verbände gebildet. Wir haben von Seiten der Initiatoren auf der Bundesebene im Moment ein bisschen die Schwierigkeit, die Leute überhaupt zu koordinieren und zu organisieren. Deshalb diskutieren wir über Regionalisierung, Demokratisierung, über mehr Transparenz und über die Frage, wie wir diese Masse von Menschen nun an inhaltlichen Diskussionen über programmatische Forderungen beteiligen können.

>>>Andere Sputnik-Artikel: Gelbwesten-Protest: Frankreichs fröhliche Seite – „Das sehen Sie nicht in den Medien“<<<

165.000 Menschen – das sind mehr als die meisten Parteien an Mitgliedern haben. Nun ist aber für jemand, der nicht nur digital unterwegs ist, „Aufstehen“ im normalen, im analogen Leben wenig zu erleben. Läuft das nur digital, nur online und nur über Facebook?

Über Facebook wollen wir es überhaupt nicht mehr laufen lassen. Sondern wir wollen unsere eigenen Plattformen schaffen, weil wir Facebook ganz grundsätzlich misstrauen. Wir werden versuchen, die Menschen möglichst zahlreich auch auf die Straße zu bringen. Unser Lieblingsziel wäre, im nächsten Frühjahr vor dem Kanzleramt in Berlin eine große Demo zu haben zur sozialen Frage. Im Moment unterstützen wir viele lokale und regionale Demonstrationen, zum Beispiel zum Klimaschutz oder gegen die Nutzung der Braunkohle. Insoweit sind viele Aktivisten von „Aufstehen“ auch in anderen Bewegungen integriert und dort auch auf der Straße unterwegs.Gerade wird ja nach Frankreich geschaut. Wie schaut „Aufstehen“ auf die Ereignisse in Frankreich, wo ja plötzlich die Bewegung mit den gelben Westen auftauchte?

Es müsste so etwas geben wie eine deutsch-französische Freundschaft von unten. Die Menschen in Frankreich haben ja einen guten Grund, gegen die Politik der Regierung zu demonstrieren, die zwar sehr progressiv begonnen hat, was ihre Ankündigungen angeht, aber letztlich doch die Lebenslage der Bevölkerung offensichtlich nicht wirklich im Auge hatte. Wir nehmen jetzt wahr, dass viele unserer lokalen Gliederungen von „Aufstehen“ auch gelbe Westen beschaffen und in diesen gelben Westen auf die Straße gehen. Also: Die Bewegung von Frankreich schwappt gerade über.

>>>Andere Sputnik-Artikel: Gegen Ohnmacht und Parteienversagen: „Aufstehen“ soll Demokratie retten<<<

Die Bewegung will die soziale Frage als Schwerpunktthema in den Mittelpunkt stellen. Umfragen zu Themen und Sorgen, Problemen und Ängsten der deutschen Bevölkerung zeigen seit 2015, dass die sozialen Fragen von den Problemen der Zuwanderung  sowie Ängsten vor deren Folgen von den vorderen Plätzen verdrängt worden sind. 

weiter lesen auf : https://de.sputniknews.com/politik/20181213323262684-aufstehen-gelbwesten-einfluss/

 

»Aufstehen«: 167.000 Unterstützer

#Aufstehen München – Solidarität mit den französischen #Gelbwesten

Es ist Zeit, gemeinsam gegen die unerträgliche Politk der Machteliten Stellung zu beziehen.
Zieht eure Westen an und zeigt gemeinsam mit uns euren Protest!

https://cooptv.wordpress.com/2018/12/12/aufstehen-muenchen-solidaritaet-mit-den-franzoesischen-gelbwesten/

 

„Aufstehen“ will im Frühjahr 2019 vors Kanzleramt ziehen – Erste Bilanz der Bewegung. von Tilo Gräser (Sputniknews)

https://cooptv.wordpress.com/2018/12/12/aufstehen-will-im-fruehjahr-2019-vors-kanzleramt-ziehen-erste-bilanz-der-bewegung-von-tilo-graeser-sputniknews/

Forderungen der Gelbwesten im Wortlaut

https://www.theblogcat.de/uebersetzungen/manifest-der-gelbwesten-07-12-2018/

 

Auszug, Auswahl vom Blogbetreiber :

  • Null Obdachlosigkeit: DRINGEND.
  • Mehr Progression bei der Einkommenssteuer, das heißt, mehr Stufen.
  • Mindestlohn von 1.300 Euro netto.
  • Förderung der kleinen Geschäfte in den Dörfern und Stadtzentren. Einstellung des Baus von großen Einkaufszentren um die Großstädte herum, die den Einzelhandel abwürgen, und mehr kostenlose Parkplätze in den Stadtzentren.
  • Steuern: die GROSSEN (McDonald´s, Google, Amazon, Carrefour …) sollen GROSS zahlen und die Kleinen (Handwerker, Klein- und Mittelbetriebe) zahlen KLEIN.
  • Ein einheitliches System der Sozialversicherung für alle (Handwerker und kleine Selbständige eingeschlossen). Abschaffung der Selbständigen-Sozialversicherung (RSI).
  • Das Rentensystem muss solidarisch bleiben und demzufolge vergesellschaftet werden. Keine Rente nach Punkten.
  • Schluss mit der Erhöhung der Treibstoffsteuer.
  • Keine Rente unter 1.200 Euro.
  • Jeder gewählte Abgeordnete hat das Recht auf den Medianlohn. Seine Reisekosten werden überwacht und, soweit begründet, erstattet. Recht auf Restaurant- und Urlaubsgutscheine.
  • Die Löhne aller Franzosen sowie die Renten und Leistungen sind entsprechend der Inflation zu indexieren.
  • Schluss mit der Arbeitnehmerentsendung. Es ist nicht normal, dass jemand, der auf französischem Territorium arbeitet, nicht den gleichen Lohn und die gleichen Rechte erhält. Jede Person, die autorisiert ist, auf französischem Territorium zu arbeiten, ist einem französischen Staatsbürger gleichzustellen und ihr Arbeitgeber muss für sie die gleichen Abgaben entrichten wie ein französischer Arbeitgeber.
  • Zur Sicherung der Beschäftigung: Befristete Arbeitsverträge in großen Unternehmen stärker begrenzen. Wir wollen mehr unbefristete Verträge.
  • Ende der Austeritätspolitik. Einstellung von Zinszahlungen auf illegitim eingeschätzte Schulden und Beginn der Schuldentilgung – ohne auf das Geld der Armen und weniger Armen zurückzugreifen, sondern durch Aufspüren der 80 Milliarden an Steuerhinterziehungen.
  • Abstellung der Ursachen für erzwungene Migration.
  • Korrekte Behandlung von Asylbewerbern. Wir schulden ihnen Wohnraum, Sicherheit, Ernährung sowie Bildung für die Minderjährigen. Zusammenarbeit mit der UNO zur Einrichtung von Empfangslagern in zahlreichen Ländern der Welt in Erwartung des Ergebnisses des Asylverfahrens.
  • Rückführung abgelehnter Asylbewerber in ihr Ursprungsland.
  • Umsetzung einer tatsächlichen Integrationspolitik. In Frankreich zu leben heißt, Franzose/Französin zu werden – Französisch-Kurse, Kurse in französischer Geschichte und in staatsbürgerlicher Bildung mit Abschlusszeugnis am Ende der Kurse.
  • Festlegung eines Maximallohns von 15.000 Euro.
  • Schaffung von Arbeitsplätzen für Arbeitslose.
  • Erhöhung der Leistungen für Personen mit Behinderungen.
  • Begrenzung der Mieten. Mehr Wohnungen mit gemäßigten Mieten – insbesondere für Studenten und prekär Beschäftigte.
  • Verbot des Verkaufs von Grundstücken und Einrichtungen, die sich im Eigentum Frankreichs befinden – Talsperren, Flughäfen und so weiter.
  • Konsequente zur Verfügung Stellung von Mitteln für Justiz, Polizei, Gendarmerie und Armee. Bezahlung oder Freizeitausgleich von Überstunden der Ordnungskräfte.
  • Einsatz aller Mauteinnahmen für den Unterhalt der Autobahnen und Landstraßen Frankreichs sowie für die Straßenverkehrssicherheit.
  • Da die Gas- und Strompreise seit der Privatisierung gestiegen sind, wünschen wir, dass beides wieder in die öffentliche Hand kommt und die Preise entsprechend gesenkt werden. ( Vergesellschaftung).
  • Sofortiger Stopp der Einstellung kleiner Bahnstrecken, der Abschaffung von Postämtern und der Schließung von Schulen und Entbindungsstationen.
  • Wohlergehen für ältere Menschen. Verbot der Gewinnerzielung auf Kosten älterer Menschen. Statt „Graues Gold“ „Graues Wohlergehen“.
  • Maximal 25 Schüler pro Klasse von der Vorschule bis zur Abschlussstufe.

usw.  weiter lesen auf https://cooptv.wordpress.com/2018/12/09/forderungen-der-gelbwesten-im-wortlaut/

Lämmer in gelben Westen – Rainer #Mausfeld über das gebrochene Schweigen [DFP12] https://www.youtube.com/watch?time_continue=27&v=0OeddYudf00 #GelbWesten

Eigene Meinung

Wir sollten von unseren französischen Nachbarn lernen!  Zeigt Solidarität! Wir können es uns nicht leisten, das alles so weiter läuft. Es ist unser Leben und unser Land. Es muß einfach anders werden, es ist unsere Chance. Aufstehen!

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