Widerstand ist sinnlos, sie sind schon assimiliert.

Widerstand ohne weiterführende kreative Entwicklung beschränkt sich auf das Brüllen in den Sack. Einen Schritt weitergedacht, nach der #Empörung und dem “Wacht auf”, was folgt dann? Dann sollen wieder DIE regieren, DIE vorher auch regierten? Auf welche Struktur wollen die Empörten zurück greifen? Sie haben selber keine entwickelt. Also ist da auch nicht mehr als bisher. Und das Gleiche wird das Gleiche hervorbringen. Widerstand ohne Strukturbildung ist die Anerkennung der bestehenden Regierung. Denn die soll es nachher doch auch machen. Neu wäre, auf praktisch machbarer Ebene, etwas neues zu entwickeln. Dort entsteht dann etwas anderes als bisher.

Der reine Widerstand bezieht seine Orientierung aus der Tat, der Person, gegen die Widerstand empfunden wird. Die Energie des Widerstandes speist sich aus der Angst, die wir unbewusst mit dem Widerstand verknüpfen. Das ist eine ältere Angst aus unserem Leben, die mit dem aktuellen Anlass nichts zu tun haben muss. Wir sehen vor uns den Spiegel eines Teiles von uns, der damals geprägt wurde. Damals als es für uns wichtig war/schien dagegen zu sein. Zum Beispiel dem abstrafende Vater gegenüber oder der ausgrenzenden Mutter ausgeliefert.
Im Widerstand wird nichts neues kreiert, aber er bringt ein Gefühl von Echtheit mit sich. Das Gefühl der Echtheit speist sich aus unserem alten Erleben. Das ist die Falle. Ich fühle mich im Recht und bestärkt. Ich bin als Widerstandleistender aktuell aber immer nur das Echo dessen, dem ich heute Widerstand leiste. Sein Anliegen steht im Mittelpunkt des Widerstandes. Ich gebe Energie in das System, das nicht meines ist. Ich bestätige den Anderen, der wiederum mir eine Kraft entgegen bringt. Sein System wird bestärkt, da es um sein Anliegen geht. Aber ich selber habe aber noch gar kein Projekt kreiert.

Sobald wir uns aber einem eigenen Projekt zuwenden, dann verändert sich der Energiefluss.

 

Ich las in letzter Zeit öfter von Menschen, die an ihrem Widerstand verzweifelt sind. Der Erfolg blieb aus und die alte unbewusste Angst wurde genährt. Das Lebensgefühl wird bei eigenen Projekten ein ganz anderes werden.

 

Es wäre auch hilfreich, sich mit dem alten Konflikt, der in uns eingeschlossen ist, zu beschäftigen.

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3 Gedanken zu “Widerstand ist sinnlos, sie sind schon assimiliert.

  1. Danke, das ist gut. Zu dieser Erkenntnis bin ich die letzten Tage auch gelangt. Nachdem ich mich furchtbar empörte über das, wie sich das Weltgeschehen beschleunigt zu spitzt. Anfangs wie wild kommentierend um mir Luft zu machen, stellte ich fest, das es die Negativität nur verstärkt. Also bleibt dem Geschehen den Frieden anzusagen. Das bedeutet für mich die eigenen negativen Gedanken mit Achtsamkeitstraining erkennen und versuchen sie zu ersetzen, das schafft irgendwann Frieden in einem selbst. Und dieser innere Frieden hat das Potential zur Entfaltung. Wie Sie so treffend sagen, eigene Projekte beginnen. Vielen Dank fürs Mut machen, ich möchte auf diesem Weg fortschreiten um Frieden zu stiften.

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    • Für mich war es erstaunlich, wie viel ich in den Widerstand investiert hatte. Er war für mich eine Unterhaltungsmaschine geworden. Immer neue Ungerechtigkeiten, schlimme Dinge … haben meine Aufmerksamkeit gebunden – mich unterhalten. Jetzt wird es anders.

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  2. Pingback: Hat Frau Merkel bei ihrem Besuch die Scheidung, wenigstens von Bett und Tisch, besprochen? | Kinesiologieblog

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